
Monteriggioni - 2. Stopp
2015 nur vorbeigefahren - heute da ...
"Monteriggioni mit 9993 Einwohnern liegt auf dem Berg Monte Ala und wird von einer mittelalterlichen, noch heute erhaltenen Stadtmauer von etwa 2 Metern Breite und 570 m Länge mit Wehrgang und 14 Türmen umgeben, von denen heute noch elf weitgehend unbeschädigt sind. Diese nehmen eine Fläche von jeweils 6 × 4 Metern ein und erheben sich 15 Meter über den Stadtmauern. Der fünfzehnte Turm lag im Zentrum der Befestigung[, ist aber heute nur noch als Turmstumpf zu erkennen. Der Durchmesser der in Kreisform angelegten Stadtmauer beträgt 172 Meter. Der Ort besitzt zwei Stadttore; das Siena zugewandte Haupttor Porta Franca und das nach Florenz ausgerichtete Tor Porta di sotto. Monteriggioni wurde von der Republik Siena zwischen 1213 und 1219 als defensiver Stützpunkt errichtet, um die Region um das Elsatal und die Festung Staggia Senese, also die Grenze zur Republik Florenz, beobachten zu können."
Monteriggioni ist nur etwa eine halbe Stunde von Siena entfernt, also sind wir schnell da und eigentlich auch zur richtigen Zeit, in Ruhe eine Tasse Kaffee zu schlürfen. Das Wetter ist (noch) gut, ziemlich warm und die Sonne scheint, so packt Hendrik auf dem Parkplatz seine Drohne aus, um auf den kleinen Ort auf dem Hügel einmal von oben zu schauen. Im internet gibt es tolle „von-oben-Fotos“, wir wollen auch eins haben.
Bärbel und ich schlendern einstweilen mit den Vierbeinern zum Stadttor, um im Schatten auf Hendrik zu warten. Wieder sind Archibald und Daenerys DIE Attraktion. Alle wollen wissen, welche Rasse, welche Namen, welches Geschlecht und streicheln wollen sie auch. Die beiden lassen alles geduldig über sich entgehen.
Ein Ansturm herrscht hier. Ein Kommen und Gehen, neben den vielen Menschen auch unzählige Fahrradfahrer, Hunde jeder Rasse und Größe, ein kleines Verkehrschaos inclusive, weil Taxis und auch Privatautos das kleine Tor passieren, um an das hier oben befindliche Hotel zu gelangen. So vergeht die „auf-Hendrik-warten-Zeit“ wie im Flug und wir stürzen uns ebenfalls ins Getümmel.
Stürzen ist dabei das richtige Wort, denn die Wolken werden immer dunkler und bedrohlicher und auch erste Donner sind zu hören. Wir drehen unsere Runde im Sauseschritt, überlegen kurz, doch noch auf einen Kaffee zu bleiben, weil laut Regenradar sind wir genau zwischen zwei Gewitterfronten und diese ziehen weg von uns. Wir entscheiden uns gegen den Kaffee und das ist auch gut so. Denn dann geht alles plötzlich ganz schnell. Am Auto fix noch den Vierbeinern etwas Wasser gegeben, alles und alle verstaut, Türen zu. Und dann geht auch das Unwetter los. Das Timing hätte besser nicht sein können. Wir sitzen im Trockenen, viele andere nicht!
Unser nächstes Ziel liegt etwa eineinhalb Stunden entfernt, an der Mittelmeerküste. Dort sollte uns nur schönes Wetter erwarten.
Reiseübersichten
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