Ein Tag Meer
Reif für die Insel
Es ist spät geworden gestern Abend. 12 Stunden waren wir unterwegs und zu müde, um gleich noch mit euch unseren erlebnisreichen Tag zu teilen.
Wir starten wieder in Richtung Süden und holen den Ausflug nach, den wir vor ein paar Tagen schon einmal machen wollten. Unser erstes Ziel ist das malerische Bergdorf „Sassetta“ (Foto 1). Wir fahren ungefähr 20 Minuten, dann sind wir da (Foto 2). Wir verlieben uns sofort in diesen Ort und fangen einige der „italienischen Momente im Leben“ ein (Fotos 3 – 12).
Lange verweilen können wir aber nicht, denn wir wollen weiter und fahren Kilometer um Kilometer bergab durch dichte toskanische Bergwälder (Foto 13), bis wir unterhalb von San Vincenzo endlich ans Meer kommen (Fotos 14 & 15).
Doch es geht gleich wieder bergauf (Foto 16). „Populonia“ mit seiner Etrusker-Festung in 200 m Höhe (Fotos 17 – 19) ist unser nächstes Ziel. Vom Turm aus genießen wir den tollen Blick auf das Meer und die Hügel der Toskana (Fotos 20 – 23). Der Auf- bzw. Abstieg im Turm ist ganz schön eng (Foto 24). Hendrik hat ganz schön Mühe, sich mit seiner Fotoausrüstung durch den Durchgang zu zwängen. Dafür sitzt es sich auf dem Olivenbaum dann um so bequemer (Foto 25). Im Festungshof herrscht mittelalterliches Treiben. Vergnügt schauen wir uns das ungewöhnliche Schauspiel eine Zeit lang an (Fotos 26 – 28) und schlendern dann langsam zurück. An den wunderschönen Malereien kommen wir kaum vorbei (Foto 29). Doch uns knurrt der Magen und so gibt es vor Ort gleich noch ein leckeres Essen - und wie es sich gehört, für Hendrik dazu einen Kaffee und für mich ein kühles Bier (Foto 30) ;-). Von Pasta mit Steinpilzen, Prädikat „Oberlecker“, gestärkt, geht es weiter.
Fast zwei Stunden brauchen wir bis zur Halbinsel „Monte Argentario“. Diese befahren wir von nördlicher Richtung über eine der drei schmalen Landbrücken, die die Insel mit dem Festland verbinden. Nur zwei von ihnen sind befahrbar. Auf halbem Weg zum höchsten Berg der Insel, dem „Monte Telegrafo“, haben wir einen guten Überblick über die Zufahrten zur (Halb-)Insel: Man sieht den nicht mit dem Auto zugänglichen südlichen Verbindungsarm zum Ort „Ansedonia“ im Hintergrund (Foto 31), über den Landstrich auf Foto 32 sind wir auf die Insel gelangt und über den Damm auf Foto 33 und dem darauf befindlichen Ort „Orbetello“, der sich noch ein Stück an der Festlandküste entlang zieht, wollen wir später die Insel wieder verlassen. Foto 34 zeigt demnach An- und Abreiseweg unserer geplanten Inselrundfahrt. Das „Stillleben mit 4 Stühlen“ (Foto 35) musste Hendrik auf der Fahrt hoch auf den Berg mitnehmen. Es will wohl auch ausdrücken, dass hier noch zwei Plätze frei sind ... Nach einer sehr kurvenreichen Fahrt kommen wir auf dem Gipfel in ca. 635 m Höhe an. Der Blick auf des Meer ist fantastisch (Foto 36). Einen Rundumblick gibt es nicht. Riesige Telegrafenanlagen, die natürlich nicht zu betreten sind und viel, viel Wald versperren uns die Sicht. Da hilft nur eins - schnell ein paar Blümchen pflücken (Foto 37). Genauso viele Kurven wie bergauf sind es jetzt wieder bergab. In Porto S. Stefano im Norden starten wir nun unsere südliche Insel-Umrundung mit dem Ziel Port’Ercole im Osten der Insel. Ob wir da wohl ankommen werden??? Im Reiseführer steht: 30 km lange aufregende Panoramastraße an der Steilküste entlang, ein Abenteuer, da Teilstücke der Straße nicht ausgebaut, also UNBEFESTIGT sind. Mir tut unser Auto jetzt schon wieder leid und mir ist ehrlich schon ganz schlecht vor Angst. Ich kenne „Felswege“ und auch die Folgen für uns und unser Auto ... Aber Hendrik schafft es dann doch, dass ich mich etwas beruhige und die Fahrt entlang der Steilküste ein bißchen genießen kann (Fotos 38 – 41). Wir hätten noch hunderte von Fotos machen können, aber es wurde langsam dunkel, das Wetter in unserm Rücken verschlechterte sich und die Fahrt über die „Felswege“ ging nur im Schritt voran. „Steigst du bitte aus und räumst den großen Stein da in der Mitte weg“ und „guck mal, ob das vorn und unten passt, wenn ich so hier darüber fahre ...“ War ich froh, als wir wieder festen Belag unter den Reifen hatten! Aber der Blick auf den Hafen von Port’Ercole (Fotos 42 – 44) und die leckere Steinpilz-Pizza (übrigens unsere erste in diesem Urlaub, Foto 45) sind Entschädigung genug. Nun treten wir über den beschriebenen mittleren Damm und den Ort „Orbetello“ (Foto 36) die etwa zweistündige Heimreise an.
Den Tag werden wir so schnell nicht vergessen, so schön und so voller Eindrücke wie er war ...
Reiseübersichten
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