
Unser »Wohngebiet«
Die Axarquia von Oben
Am vorletzten Tag unseres Urlaubs wollen wir noch unser "Wohngebiet" und die hinter viel Grün versteckte Finca mit der Drohne in Bildern festhalten. Schließlich gibt es mit ihren Fotos die besten Blicke, wie die Gegend hier aussieht und wo wir unser diesjähriges Feriendomizil bezogen haben.
Doch zuvor ist Mittagessen in Cómpeta geplant, in der uns bereits bestens bekannten familiär geführten "Bar Restaurante Marcos". Hier wurden wir immer fündig, wenn es um ein leckeres, traditionelles und hausgemachtes Essen oder auch Tapas geht. Cómpeta ist ein typisch Weißes Dorf mit engen verwinkelten Gassen, aber darüber hatten wir ja schon in frühern Reiseblogs geschrieben.
Nach dem Essen starten wir bergab zu einem guten Startplatz für die Drohne, um die Gegend in Bildern festzuhalten. Unterwegs begegenen wir wieder einmal einer Ziegenherde, was typisch für diese Gegend ist. Dann kann es schon einmal viele Minuten dauern, bis diese gemütlichen Tiere die Straße passiert haben. Und heute ist es wieder so warm, dass die Hunde des Ziegenhirtes den Schatten eines Baumes nutzen, um sich mal kurz auszuruhen.
Wir befinden uns inmitten der Axarquía, die wir schon oft "bewohnt" haben, wenn wir in Andalusien den Urlaub verbrachten.
"Axarquia" ist ein Wort arabischen Ursprungs, das sich auf die Ausrichtung eines Ortes nach Osten bezieht und das in der Provinz Málaga als Bezeichnung seiner östlichsten Region weiterbesteht. Die Berge schützen vor den Winden und das milde Klima bietet gute Bedingungen für eine gedeihliche Landwirtschaft. Dies wussten schon die Phönizier, die Römer und später die Mauren zu schätzen, die hier Siedlungen gründeten. Angebaut werden Obst, Wein und tropische Früchte. Überregional bekannt ist der Wein aus der Muskateller-Traube (Moscatel) sowie die Rosinen (Pasas de Málaga).
Die Axarquía war über Jahrhunderte eine abgeschiedene Region. Bis ins Jahr 1569 konnten hier die Morisken in den unzugänglichen Dörfern ihren islamischen Glauben leben, obwohl die Gegend schon seit 1487 formal unter der Herrschaft von Kastilien stand.
Vier eindrucksvolle Panoramen
Am nördlichen Rand der Axarquia befindet sich die "Sierras de Tejeda, Almijara y Alhama", dessen höchster Berg der "La Maroma" (2.069 m, links hinten am Kamm) ist. Das große Gebirgsmassiv und der Berg sind auf dem Foto gut zu erkennen. Und hinter dem kleinen grünen Fleck, unter dem Pfeil, verbirgt sich unsere Finca (Bild zum Vergrößern anklicken):
Genau in die andere, südliche Richtung eröffnet sich ein herrlicher Blick auf die Küste und das Mittelmeer. Am linken Bildrand ist das weiße Bergdorf Frigiliana, darunter, an der Küste, Nerja zu sehen. In der Mitte ist Torrox und Torrox Coste, der erste Ort, den wir bergab erreichen. Nach rechts folgen viele kleine Orte, am rechten Bildrand sieht man Torre del Mar (Bild zum Vergrößern anklicken):
Hier der Blick die Küste entlang in Richtung Westen. In der ersten Bucht sieht man Torre del Mar. Ganz am Horizont, am Meer, ragt ein Berg heraus, dort ist Málaga (Bild zum Vergrößern anklicken):
Auf dem vierten Foto ist noch einmal die Finca in unsem kleinen Talkessel zu sehen. Er hält den Wind, von hinten die kalte Bergluft (in der Nacht) und von der Küste die Feuchtigkeit ab. So haben wir hier ein sehr ausgewogenes Klima und nur geringe Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Die dicke (Ver)Kleidung abends ist lediglich purer Schutz gegen die saufrechen stechlustigen Mücken. (Bild zum Vergrößern anklicken):
In der Fotogalerie von heute sind auch Drohnenfotos von unserer Finca zu sehen.
Reiseübersichten
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