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Anreise-Impressionen

3 Tage Anreise sind ganz schön lang ...

Es geht nach 5 Jahren Pause dieses Jahr endlich wieder nach Spanien. 2018 sind wir das letzte Mal da gewesen. Corona und vielleicht auch die lange Fahrzeit hatten uns von dieser Reise abgehalten, doch nun wollen wir es wagen.

 Die Vor-Urlaubszeit war chaotischer denn je, wir hatten zeitweise den Eindruck, dass wer oder was uns von unserer Urlaubsreise abhalten wollte. So starten wir völlig geschafft, zwar mit riesiger Vorfreude, aber doch von gemischten Gefühlen begleitet unsere Urlaubsfahrt.

 Weil wir so lange keine so große Reise gemacht haben, geht es diesmal in 3 Etappen nach Spanien. Der erste Tag, wir sind super gut durchgekommen, endet in einem kleinen Hotel im französischen Besancon. Wir erstehen uns um die Ecke zwei Pizzen und zwei Dosen Bier und genießen unser „Festmahl“ draußen vorm Hotel. Dort stehen Sitzgruppen aus Holz. Wir fallen ziemlich schnell todmüde ins Bett.

 Nach einem kurzen und zeitigen Frühstück geht es am nächsten Morgen weiter. So staufrei wie am Tag zuvor, geht es leider nicht vorwärts. Wir sind etwas genervt, denn ca. 10 Stunden Fahrt liegen vor uns. Trotzdem haben wir riesen Glück, denn die richtig großen Staus sind wie am Tag zuvor alle in der Gegenrichtung. Mit frisch gebrühtem Kaffee, den es in den Pausen gibt, fährt es sich gleich viel besser und das Auto fährt quasi sowieso von alleine. Hinten auf der Rückbank wird gekuschelt. Alles ist gut. Nach reichlich 10 Stunden erreichen wir unser Hotel im spanischen Vinaròs, ca. 2 Stunden hinter Barcelona gelegen. es liegt gefühlt mitten im Nirgendwo und wir hatten uns auf ein Abendessen im hoteleigenen Restaurant gefreut. Das war leider aus Personalmangel geschlossen. Dieses Problem kenne wir nun leider mittlerweile selbst zu gut! Also noch ein kurzer Spaziergang die Straße entlang und wir sind mitten unter Spaniern. Es ist laut, laute Musik, laute Unterhaltung, aber das Essen ist lecker, die Hunde sind durch. Wir sind froh, als wir wieder im Hotel sind und auf der Terrasse in relativer Ruhe noch ein Gläschen Wein trinken können.

 Der nächste Morgen beginnt mit einem typisch spanischen Frühstück, eine Art Sandwich mit Serrano Schinken und Käse und ein guter Kaffee werden uns kredenzt, oberlecker. Gut gelaunt und mit dem Wissen, heute in unserem Feriendomizil anzukommen, starten wir unsere Fahrt. Wir stellen fest, dass alles noch steht, die Regenbogen“Stoßzähne“ bei Valencia, die Metallziegenherde, die „aufgefädelten“ Windräder und auch die Burg über der Tunneleinfahrt sind noch da. Langsam kommen „Zuhausegefühle“ auf. Nach ca. 5 Stunden staufreier, entspannter Fahrt erreichen wir „unseren“ spanischen  Rasthof, in dem wir schon immer unser Mittagsmahl am Ankunftstag eingenommen haben. Bis vor wenigen Jahren war das ein typisch spanischer kleiner, uriger Rasthof. Jetzt ist dies hier ein völlig überlaufenes Restaurant mit einem Shop mit regionalen Spezialitäten. Alles platzt aus den Nähten, die Autos, die hier parken können wir gar nicht zählen. Wir wagen es trotzdem, müssen einige Zeit auf einen Platz warten. Dann wird uns extra noch ein Tisch hingestellt. Die Papiertischdecke und das Besteck kommen quasi angeflogen, die Kellner erledigen hier alles im Flug, sind super nett und trotz des riesigen Ansturms freundlich und gelassen. Unser Essen kommt dann richtig schnell und ist wie erwartet lecker, gegrilltes Kaninchen für Hendrik, gegrillte Schweinelende für mich …

 Jetzt noch 2,5 Stunden im Auto und dann sind wir an unserer Finca bei Torrox angekommen. Zunächst stehen wir etwas ratlos am Tor, weil wir es nicht aufbekommen. Der Schlüssel klemmt. Aber wir schaffen es dann doch und wir können endlich unser Urlaubsdomizil beziehen.

 Resümee: 3 Tage Fahrt sind schon ziemlich anstrengend, obwohl eigentlich alles und alle entspannt waren. Unsere beiden Fellfussel machen alles mit, sind während der Fahrt nicht zu spüren und auch im Hotel völlig unkompliziert. Aber ob es noch einmal drei Fahrttage werden, mal sehen …


Blogeintrag vom

Sonntag, 10. September 2023

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