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In der Schlucht des Rio Verde - Wasserfälle der Versteinerten Bäume

Wir wollen die versteinerten Bäume sehen oder ..."Puh, wir werden ganz schön dampfen ..."

Heute Morgen werden wir durch das Trommeln des Regens geweckt, der so definitiv nicht geplant ist. Auch unsere Wetter-App kennt nur Sonne und 25 Grad und will einfach keine Wolke finden. Naja, so arbeiten wir den gestrigen Tag auf, unseren Ausflug in die Schlucht des Rio Verde. Dort gibt es einen einzigartgen durch versteinerte Bäume geformten Wasserfall. Wir wollen uns überraschen lassen.

Wir starten gegen Mittag und nehmen erst einmal Kurs auf Torrox und unsere Tapas-Bar. Gestärkt fahren wir ein Stück Autobahn und biegen in Almunecar nach Norden in die Berge ab. In Almunecar mündet der Fluß Rio Verde ins Meer.
Wir sind wieder in noch sehr ursprünglichen Regionen unterwegs, genießen das schöne Wetter, die Landschaft der Sierra Almijara, die engen Kurven bis wir eine sehr steile und enge Schotterpiste die letzten 3 km hinab zum Natur-Parkplatz bewältigen. Unser „Schwarzer“ bewältigt sie mühelos, hat kein Problem damit, erst alles hinauf und nun wieder hinab in die Schlucht zu müssen. Nur seine schwarze Farbe hat er in einen staubigen und grauen Mantel getauscht. Jetzt ist er ein richtiges Finca-Auto!
IMG 3025 pano rio verde

Als wir aussteigen macht die Sonne erstmal Pause. Wir setzen den Weg auf dem steilen und staubigen Schotterweg nun zu Fuß fort und haben ein Menge zu gucken. Archibald genießt nach der Autofahrt seine Freiheit und rennt aufgeregt von einem zum anderen und findet endlich das glasklare Wasser, dessen Plätschern und rauschen man schon lange hört. Er stillt seinen Durst und uns wird klar, dass wir alles, was wir jetzt hinab spazieren, nachher auch wieder hinauf müssen … „Puh, wir werden ganz schön dampfen!“
Der Weg wird immer enger und beschwerlicher, so manche kritische Stelle muss von Zwei- und Vierbeiner bewältigt werden. Wir stehen mit unseren „Latscheln“ auch ganz schön bescheuert da, hier hätten es auch richtige Wanderschuhe sein dürfen. Endlich gibt es auch einen Hinweis wie weit es noch bis zu den Wasserfällen ist.
Die Schlucht mit ihren steilen Hängen ist sehr beeindruckend. Wenn man genau hinsieht, meint man die versteinerten Baumstämme, die einst zwischen den Felsen hängen geblieben und durch die Mineralien des Wassers versteinert sind, erkennen zu können. In der Vergangenheit transportierten Holzfäller die Stämme durch dieses und auch andere Naturschutzgebiete und manche dieser Baumstämme blieben zwischen den Felsen stecken. Im Laufe der Zeit versteinerten sie hier durch den Mineralgehalt des Wassers und formten diese besondere Art von Wasserfall. Sicher es hätte auch etwas mehr Wasser sein dürfen, das sich hier hinabstürzt, aber der Regen ist auch in Andalusien nicht so reichlich, wobei hier in Andalusien trotzdem alles grünt und blüht. In der Schlucht gibt es zahlreiche Abseilstellen, Sprünge und Rutschen und "Badewannen" mit kristallklarem Wasser. Das macht sie bei Kletterern und Abenteuertouristen so beliebt. Von denen sehen wir heute aber keine.
Und wir setzen unsere Wanderung auch nicht weiter fort, denn es fehlt das passende Schuhwerk, Wasser oder eine Kleinigkeit zu Essen haben wir auch nicht dabei. Aus den spanischen Weg- und Ausflugsbeschreibungen wird man zuweilen eben auch nicht wirklich schlau und so  fehlte uns hier auch die Vorstellung, welche Strecken zurück gelegt werden müssen. Wir überlegen noch, ob wir die Drohne kurz fliegen lassen, machen es dann aber doch nicht, weil sich die Sonne immer wieder rar macht.
Auf dem Rückweg meistert Archibald die „Flussüberwindung“ relativ mühelos, auch unsere Füße bleiben trocken … Aber wie dampfen ganz schön auf dem steilen Weg bis zum Auto, es geht quasi nur bergauf und natürlich, wie soll es anders sein, hat es sich Frau Sonne jetzt auch überlegt und scheint ununterbrochen.
Unsere Tour führt uns noch ein Stück durch die Sierra Almijara und auf fast 1450m Höhe kann man sich vorstellen, dass es im Winter auch hier glatt werden könnte. Die Landschaft wechselt wieder und wieder, nun wir fahren kilometerlang durch die Oliven- und Mandelbaumhaine. Ein alter Bekannter, der Stausee Embalse de los Bermejales, an dem wir schon 2016 gewesen sind, wird im Foto festgehalten und unser „Schwarzer“ darf auch mal aufs Bild. Wir genießen die Fahrt nach Hause. Manchmal geht es hier kilometerlang nur geradeaus. Das ist uns bisher gar nicht so aufgefallen … Ansonsten gibt es jetzt keine Fotos mehr, weil die Sonne hier jetzt auch ziemlich tief steht und wir sie meist im Gesicht oder zu meiner rechten Seite haben und so keine schönen Bilder mehr zu machen sind.
Wir sind ganz schön geschafft und genießen den Abend dick eingemummelt auf unserer Terrasse bei Rinderfilet vom Lotus-Grill und Rotwein …

Tja, und heute will einfach kein schönes Wetter werden. Es regnet immer wieder und es ist ziemlich kalt. Wir hoffen morgen auf Besserung.


Blogeintrag vom

Freitag, 28. September 2018

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