
Die Wolken haben sich verzogen.
Wir wollen unser Haus von der anderen Seite sehen!
Da ist er also wieder zu sehen, der Gardasee. Über Nacht hat sich die Wolkendecke verzogen, aufgelöst oder was auch immer. Die Sonne strahlt und es gibt wieder ein ausgiebiges Frühstück in der selbigen.
Einmal um den See, ist bei dem schönen Wetter sicher eine gute Idee und die letzte Seerundfahrt ist auch schon eine Weile her. Hendrik will außerdem auf der gegenüberliegenden Seeseite einen Abstecher in die Berge machen und unser Haus fotografieren, damit ihr halbwegs wisst, wo wir gerade sind. Außerdem soll es da oben neben dem auserkorenen Aussichtspunkt ein Steakhouse geben, da wäre also auch unser Mittagsmahl gesichert.
Wir fahren zunächst nicht direkt am See entlang, sondern von unserem Ort aus durch die Berge im Hinterland, um dann an die Küste im Norden zu kommen – eine wunderschöne Strecke, die wir noch nicht kennen. In Limone kommen wir auf die uns bekannte und einzige Straße, die direkt am Wasser um den See führt. In Assenza am Ostufer biegen wir links ab und es geht nur noch steil bergauf. Enge Ortsdurchfahrten, die wir gerade noch meistern können und Warnschilder, dass die Straße wegen Schnee und Eis eigentlich gesperrt und für Automatikautos, Motorräder, Fahrzeuge mit Hänger … sowieso unpassierbar ist, lassen in mir schon wieder mulmige Gefühle hoch steigen. Wir fahren deshalb nur bis zu einem Aussichtspunkt weit unterhalb des eigentlichen Ziels, haben von hier aus aber auch schon einen tollen Blick auf den See und unsere „Hausseite“.
Weil mir wirklich Angst und Bange war, drehen wir um, fahren die steile und enge „Straße“, die kaum breiter ist als unser Auto wieder hinunter an den See und setzen unsere Fahrt in Richtung Gardasee Süden fort. In Torri del Benaco gibt es ein lecker Mittagessen, wenn dieses auch nicht in unserer „Hochzeits-Pizzeria“ möglich war. Die hat nämlich seit November zu und öffnet erst im April wieder …
Die Burg, auf der wir geheiratet haben, ist immer wieder schön anzusehen und unvergessliche Erinnerungen steigen hoch.
Eigentlich soll es direkt am See nun wieder bis nach Hause gehen, aber der Verkehr ist so dicke, das wir kurz vor Lazise eine Ausweichroute über die Schnellstraße und die Autobahn nehmen müsse, wenn wir nicht ewig im Stau stehen wollen. Erst in Salo kommen wir wieder ans Wasser. Hier wollen wir eigentlich unserem Auto eine Reinigung in unserer Lieblingswaschstraße gönnen, aber die hat leider auch zu …
In unsere Richtung rollt der Verkehr auch wieder, dafür ist in der Gegenrichtung alles dicht. Seit Salo Auto an Auto, es geht für die Fahrer ab dem Ortsanfang von Gargnano bis Salo nur zentimeterweise vorwärts. Wenn die das wüssten oder nur ahnen könnten …
Wir hatten da wirklich Glück und sind ohne Stau wieder in unserer Ferienwohnung angekommen.
Reiseübersichten
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