
Salz – ohne Meerwasser
Wir treffen Jaime
Heute wollen wir zum Urlaubs-Abschluss noch eine Runde in Portugals Hinterland "drehen". Wir haben von „Rio Maior“ gehört, dass ca. eine Stunde Autofahrt in südöstliche Richtung von uns entfernt liegt. Dort wird Salz gewonnen, und das ganz ohne Meerwasser. Dann gibt es noch ein schönes Flusstal zu besuchen und einen Blick von der Ferne auf das Castel von „Porto de Mos“ zu werfen. Das wird sicher eine ganz schöne Strecke, die reine Fahrzeit soll knapp 3 Stunden dauern.
Die „Salinen von Rio Maior“, eingebettet in ein Tal am Fuß der Serra dos Candeeiros, existieren zu unserem Erstaunen wirklich und der Fluß Rio Maior ist nur 3 km entfernt. In dem winzigen Dorf mit Straßen aus Steinen und Häusern aus Holz, umgeben von Bäumen, Weinbergen und Ackerland, existieren merkwürdige flache Behälter in unregelmäßigen Formen, in der gesamten Abmessung auf einer Fläche von ca. 27.000m2. Doch wo kommt hier Salz her??? Das Meer ist 30 km entfernt und die Salinen sind von einer Bergkette verborgen …
Das Markante, sprich Einzigartige dieser Bergregion ist, dass der Regen hier keine Pfützen bildet, sondern das Regenwasser durch Risse in den Kalksteinfelsen versickert und unterirdisch abläuft. Eine dieser unterirdischen Strömungen passiert salzhaltige Steine und versorgt den Brunnen, der sich im Zentrum der Salinen befindet, mit salzhaltigem Wasser. Dieses Salzwasser wird dann aus dem Brunnen in die Sammelbecken gepumpt, in denen das Wasser verdunstet und das Salz übrig bleibt. Dieser Vorgang dauert 6 Tage, jede Woche wird also Salz gewonnen. Es wird abgeschabt und auf Holzterrassen 60 Stunden getrocknet ehe es in Karren verladen und zu den Lager- bzw. Verarbeitungsorten transportiert wird. Die kleinen, urigen Holzhäuser sind die ehemaligen Salzlager.
Diese Art der Salzgewinnung ist einmalig und die Eigenart von Rio Maior. Die Industrie drängt auf eine Modernisierung und Optimierung der jahrhundertealten Tradition. So sitzen die Menschen, die hier arbeiten, zwischen den Stühlen: Auf die Forderungen der Industrie eingehen oder die traditionellen, alten Arbeitsmethoden beibehalten.
Wir essen hier noch ausgesprochen leckeres, gegrilltes Hühnchen. Ausnahmsweise werden wir draußen bedient, denn der Hund darf wie immer nicht ins Restaurant. Normalerweise dienen die Tische und Stühle vor dem Lokal den auf Platz wartenden Gästen bzw. sind den Rauchern vorbehalten.
Wir setzen unsere Fahrt am Südrand des Naturparks „Serras d` Aire e Candeeiros“ fort und halten an den "Olhos d`Àgua“, den Quellen des Flusses Alviela, als zweite Station an. Hier ist ein schöner Park mit Strandbereich entstanden, glasklares Wasser, schattige Plätze, die zum Ausruhen, Picknicken und Verweilen einladen. Ein großes Campingareal schließt sich hier an, wo gerade mehrer "Busladungen" mit Kindern ausgeschüttet werden …
Zum Kaffee treffen wir Hendriks portugiesischen Freund „Jaime“ von den „Xaral`s Dixie“, der uns im Vorfeld des Urlaubs wertvolle Ausflugstipps gegeben und uns auf besondere kulinarische Köstlichkeiten aufmerksam gemacht hat. Auch dieses Ausflugsziel war eine seiner Empfehlungen. Die Band hat Hendrik 2017 zum Dixieland-Festival kennen und lieben gelernt. Jaime spielt in der Band Sopran-Saxophon und arbeitet „im wahren Leben“ im Krankenhaus in der Radiologie. Es ist schön, das wir das Treffen doch noch hinbekommen haben, denn zum Brass-Festival, welches wir am Samstag besuchen wollten, regnete es in Strömen. Die eigentliche Open-Air-Veranstaltung wurde nach Innen verlegt und so war es mit unserem Hund nicht möglich, daran teilzunehmen. Jaime freut sich ebenfalls sichtlich und führt uns nach dem Kaffee noch zu den atemberaubenden Fels-Höhlen, die wir ohne ihn nie gefunden hätten. Im Nachhinein sagt mir Hendrik im Auto, dass er dachte, Jaime wohnt auch in Minde und hat keinen großen Weg hier her. Aber nein, er kam extra mit dem Motorrad aus Santarém, um uns zu treffen.
Das ganze Naturschutzgebiet hier ist bezaubernd, im Sommer stürzen sich hier sogar ganz Wagemutige mit Fallschirmen von den steilen Hängen in die Tiefe. Wenn wir die Höhlen und die Flussquelle heute sehen, können wir uns kaum vorstellen, was hier im Herbst, Winter und im Frühling los ist, wenn es hier ausgiebig geregnet hat – dann ist eine ganze Menge Wasser mehr am Start. Sicher auch ein beeindruckendes Schauspiel.
Viel zu schnell ist die Zeit mit Jaime um und wir müssen uns voneinander verabschieden, nicht ohne das Versprechen, nächstes Jahr Jaime wiederzutreffen und das Festival zu besuchen. Zu unserer Überraschung und Freude bekamen wir eine Flasche "Roten", die wir aufheben und zu einem besonderen Anlass "vernichten" werden.
Es ist schon relativ spät, aber den Blick auf das Castel von Porto de Mos wollen wir uns nicht entgehen lassen. Wir fahren ca. eine halbe Stunde und dann hoch auf die „Ecopista de Porto de Mós“. Von Porto de Mós gibt es eine Wanderroute, die hier oben ihren Höhepunkt findet. Hier könnte man auch noch eine ganze Runde laufen, jeder Meter offenbart einen neuen Blick und es gibt sogar Tunnel, die es zu erkunden gilt. Wir belassen es bei unserm Blick auf das Castel und fahren dann nach Hause. Der weibliche Zweibeiner ist müde und total geschafft, warum auch immer …
Wir kommen im nächstes Jahr wieder hier her und nehmen uns Porto de Mós, das Castel und diesen Rundgang hier oben als eine Tages-Tour vor. Definitiv!
Morgen ist nun unser letzter Urlaubstag, dem wollen wir ganz unserem Archibald widmen, was so viel heißt wie Strand-Austobe-Runde am Morgen, dann Hund und Frauchen ab unter die Dusche und den ganzen Dreck vom letzten Jahr von Archi runter duschen, danach muss aus gegebenen Gründen auch Frauchen duschen …, anschließend ausgiebiges Kämmen und Bürsten (des Hundes!!!). Einkaufen für die Heimfahrt, konstruktives Packen der Koffer anfangen … und dann wird der letzte Urlaubstag schon herum sein. Wir „gönnen“ uns auf der Heimfahrt diesmal eine Übernachtung mehr, die Fahrt wird so entspannter und Freitag Abend haben wir ein ganz tolles Hotel gebucht, können da in Ruhe Abendbrot essen, früh in Ruhe frühstücken und entspannt weiterfahren.
Die „Salinen von Rio Maior“, eingebettet in ein Tal am Fuß der Serra dos Candeeiros, existieren zu unserem Erstaunen wirklich und der Fluß Rio Maior ist nur 3 km entfernt. In dem winzigen Dorf mit Straßen aus Steinen und Häusern aus Holz, umgeben von Bäumen, Weinbergen und Ackerland, existieren merkwürdige flache Behälter in unregelmäßigen Formen, in der gesamten Abmessung auf einer Fläche von ca. 27.000m2. Doch wo kommt hier Salz her??? Das Meer ist 30 km entfernt und die Salinen sind von einer Bergkette verborgen …
Das Markante, sprich Einzigartige dieser Bergregion ist, dass der Regen hier keine Pfützen bildet, sondern das Regenwasser durch Risse in den Kalksteinfelsen versickert und unterirdisch abläuft. Eine dieser unterirdischen Strömungen passiert salzhaltige Steine und versorgt den Brunnen, der sich im Zentrum der Salinen befindet, mit salzhaltigem Wasser. Dieses Salzwasser wird dann aus dem Brunnen in die Sammelbecken gepumpt, in denen das Wasser verdunstet und das Salz übrig bleibt. Dieser Vorgang dauert 6 Tage, jede Woche wird also Salz gewonnen. Es wird abgeschabt und auf Holzterrassen 60 Stunden getrocknet ehe es in Karren verladen und zu den Lager- bzw. Verarbeitungsorten transportiert wird. Die kleinen, urigen Holzhäuser sind die ehemaligen Salzlager.
Diese Art der Salzgewinnung ist einmalig und die Eigenart von Rio Maior. Die Industrie drängt auf eine Modernisierung und Optimierung der jahrhundertealten Tradition. So sitzen die Menschen, die hier arbeiten, zwischen den Stühlen: Auf die Forderungen der Industrie eingehen oder die traditionellen, alten Arbeitsmethoden beibehalten.
Wir essen hier noch ausgesprochen leckeres, gegrilltes Hühnchen. Ausnahmsweise werden wir draußen bedient, denn der Hund darf wie immer nicht ins Restaurant. Normalerweise dienen die Tische und Stühle vor dem Lokal den auf Platz wartenden Gästen bzw. sind den Rauchern vorbehalten.
Wir setzen unsere Fahrt am Südrand des Naturparks „Serras d` Aire e Candeeiros“ fort und halten an den "Olhos d`Àgua“, den Quellen des Flusses Alviela, als zweite Station an. Hier ist ein schöner Park mit Strandbereich entstanden, glasklares Wasser, schattige Plätze, die zum Ausruhen, Picknicken und Verweilen einladen. Ein großes Campingareal schließt sich hier an, wo gerade mehrer "Busladungen" mit Kindern ausgeschüttet werden …
Zum Kaffee treffen wir Hendriks portugiesischen Freund „Jaime“ von den „Xaral`s Dixie“, der uns im Vorfeld des Urlaubs wertvolle Ausflugstipps gegeben und uns auf besondere kulinarische Köstlichkeiten aufmerksam gemacht hat. Auch dieses Ausflugsziel war eine seiner Empfehlungen. Die Band hat Hendrik 2017 zum Dixieland-Festival kennen und lieben gelernt. Jaime spielt in der Band Sopran-Saxophon und arbeitet „im wahren Leben“ im Krankenhaus in der Radiologie. Es ist schön, das wir das Treffen doch noch hinbekommen haben, denn zum Brass-Festival, welches wir am Samstag besuchen wollten, regnete es in Strömen. Die eigentliche Open-Air-Veranstaltung wurde nach Innen verlegt und so war es mit unserem Hund nicht möglich, daran teilzunehmen. Jaime freut sich ebenfalls sichtlich und führt uns nach dem Kaffee noch zu den atemberaubenden Fels-Höhlen, die wir ohne ihn nie gefunden hätten. Im Nachhinein sagt mir Hendrik im Auto, dass er dachte, Jaime wohnt auch in Minde und hat keinen großen Weg hier her. Aber nein, er kam extra mit dem Motorrad aus Santarém, um uns zu treffen.
Das ganze Naturschutzgebiet hier ist bezaubernd, im Sommer stürzen sich hier sogar ganz Wagemutige mit Fallschirmen von den steilen Hängen in die Tiefe. Wenn wir die Höhlen und die Flussquelle heute sehen, können wir uns kaum vorstellen, was hier im Herbst, Winter und im Frühling los ist, wenn es hier ausgiebig geregnet hat – dann ist eine ganze Menge Wasser mehr am Start. Sicher auch ein beeindruckendes Schauspiel.
Viel zu schnell ist die Zeit mit Jaime um und wir müssen uns voneinander verabschieden, nicht ohne das Versprechen, nächstes Jahr Jaime wiederzutreffen und das Festival zu besuchen. Zu unserer Überraschung und Freude bekamen wir eine Flasche "Roten", die wir aufheben und zu einem besonderen Anlass "vernichten" werden.
Es ist schon relativ spät, aber den Blick auf das Castel von Porto de Mos wollen wir uns nicht entgehen lassen. Wir fahren ca. eine halbe Stunde und dann hoch auf die „Ecopista de Porto de Mós“. Von Porto de Mós gibt es eine Wanderroute, die hier oben ihren Höhepunkt findet. Hier könnte man auch noch eine ganze Runde laufen, jeder Meter offenbart einen neuen Blick und es gibt sogar Tunnel, die es zu erkunden gilt. Wir belassen es bei unserm Blick auf das Castel und fahren dann nach Hause. Der weibliche Zweibeiner ist müde und total geschafft, warum auch immer …
Wir kommen im nächstes Jahr wieder hier her und nehmen uns Porto de Mós, das Castel und diesen Rundgang hier oben als eine Tages-Tour vor. Definitiv!
Morgen ist nun unser letzter Urlaubstag, dem wollen wir ganz unserem Archibald widmen, was so viel heißt wie Strand-Austobe-Runde am Morgen, dann Hund und Frauchen ab unter die Dusche und den ganzen Dreck vom letzten Jahr von Archi runter duschen, danach muss aus gegebenen Gründen auch Frauchen duschen …, anschließend ausgiebiges Kämmen und Bürsten (des Hundes!!!). Einkaufen für die Heimfahrt, konstruktives Packen der Koffer anfangen … und dann wird der letzte Urlaubstag schon herum sein. Wir „gönnen“ uns auf der Heimfahrt diesmal eine Übernachtung mehr, die Fahrt wird so entspannter und Freitag Abend haben wir ein ganz tolles Hotel gebucht, können da in Ruhe Abendbrot essen, früh in Ruhe frühstücken und entspannt weiterfahren.
Salinas de Rio Maior
Ecopista De Porto De Mós
Quelle des Rio Alviela
Blogeintrag vom
Mittwoch, 25. September 2019
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