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Neue Orte entdecken

Entlang der Küste in Richtung Norden

Wir sind von Portugal so ziemlich angetan und wissen auch, dass es hier noch viel mehr zu entdecken gibt, als man in drei Wochen entdecken kann, zumal wir Urlaub machen und auch ein paar Tage frei haben und einfach nichts tun wollen. So sind schöne Häuschen sind schnell im Internet entdeckt und wir haben den Luxus, diese anschauen zu können, weil sie relativ in der Nähe sind.

Wir fahren die Küste in Richtung Norden entlang und freuen uns auf eine schöne Fahrt. Die erste Stunde im Auto ist allerdings niederschmetternd, denn hinter Nazaré gibt es, soweit das Auge reicht, nur verbrannten Wald, verkohlte, tote Bäume und Waldreste. Wir fahren so bestimmt 40 km, dieser furchtbare Anblick nimmt einfach kein Ende und es treibt uns beinahe die Tränen in die Augen. Hier haben Feuer von ungeheurem Ausmaß gewütet und fast 40 Menschen haben damals im Jahr 2017, teilweise auf der Flucht vor dem Feuer im Auto, ihr Leben verloren. Da wo die verbrannten Wälder bereits abgeholzt sind, bleiben nur Mondlandschaften übrig. Wie sollen hier jemals wieder Wälder wachsen? Wer forstet diese riesigen Flächen je wieder auf? Was passiert mit dem ganzen Holz? Solche Mengen werden nirgendwo gebraucht.
Video aus dem Jahr 2017


Wir sind froh, als wir dieses Schreckensszenario hinter uns lassen können. Am „Praia do Pedrogao“ atmen wir erstmal auf und sehr penetranten Fischgeruch ein. Die Küste hier ist auch wunderschön, endlose Strände und wieder kaum Menschen. Um diese Jahreszeit ist hier einfach nichts (mehr) los. Wir gönnen uns ein üppiges Mittagessen mit Blick aufs Meer, müssen aber eingestehen, schon wesentlich leckereren Fisch gegessen zu haben. Das Restaurant und der Traktor, der ein Boot ins Meer lässt sind so ziemlich die einzigen Aktivitäten, die hier zu verzeichnen sind. Sonst gleichen die Orte an der Küste eher Geisterorten … Ein paar Kilometer hinein ins Landesinnere haben wir unser erstes "eventuell"-Haus für nächstes Jahr begutachtet.
Wir fahren die Küste noch etwas weiter, erhaschen einen Blick auf den Leuchtturm von „Figueira da Foz“, der aber keine Funktion mehr zu haben scheint. Am „Praia de Quiaios“ (Praia = Strand) in dem verschlafenen Örtchen Murtinheira finden wir das zweite für gut befundene Häuschen mit den roten Fensterläden und Meerblick, was nur hervorragende Bewertungen im Netz hatte. Hier gibt es zumindest ein Strand-Café und ein paar Surfer im Meer. Letztere wurden allerdings nicht im Foto festgehalten. Aber wir sind im Bilde, was es hier noch für Ecken zum Urlaub machen gibt …
Heim geht es über die Autobahn, inzwischen sind wir auch firm, was die elektronische Maut angeht und können uns so den Anblick der verkohlten Waldreste ersparen, der sich uns allerdings tief eingebrannt hat.

Blogeintrag vom

Donnerstag, 19. September 2019

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