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Big Buddha is watching you!

Heute fast nicht nur Essensfotos!

Den Tip für unser heutiges Ziel bekamen wir von den „Xaral`s Dixies“, einer portugiesischen Band, die zum Dresdner Dixieland Festival gespielt hat und die wir hier auch noch auf einem Jazz Festival erleben werden.
Wir sind für unsere Verhältnisse schon früh unterwegs. Halb zehn starten wir, und die Fahrt zum „Buddha Eden Garten“ (Garten des Friedens), dem größten Garten Europas, dauert auch gerade einmal eine reichliche halbe Stunde. So früh da zu sein zahlt sich doppelt aus, denn die Anzahl der Besucher hält sich noch sehr in Grenzen, wir können ganz in Ruhe spazieren gehen und außerdem ist es heute schon am Vormittag sehr heiß, zu heiß, um mitten am Tag durch diesen 35ha großen Park schlendern zu wollen.
Wieder einmal sind wir beeindruckt von dem, was wir sehen. Solch einen wunderschönen, mit viel Liebe angelegten und äußerst gepflegten „Garten“ mit großen und vor allem vielen tausenden kleinen Skulpturen, Statuen, Pavillons, Teichen, Korkeichen, Bambuswäldern … haben wir noch nicht gesehen und es erschließt sich einem auch nicht wirklich, warum jemand auf die Idee kommt, gerade hier einen derart einzigartigen Garten zu errichten und imposante Buddha-Statuen aufzustellen – auf einem Fleckchen Erde, auf dem sie im Grunde gar nicht zu Hause sind. Aber der Garten trägt nicht umsonst den Namen „Garten des Friedens“, er ist eine Reaktion auf die Vernichtung von Buddha-Statuen in Afghanistan und soll ein sicherer Hafen für Kunst und Kultur sein. 6000 Tonnen Marmor und Granit wurden hier verbaut.
Die zentralen Treppen sind der Mittelpunkt des Gartens und die goldenen Buddhas strahlen wirklich Ruhe und Frieden aus. Unheimlich beeindruckend sind auch die 700 handbemalten Soldaten der Terrakotta-Armee, jeder von ihnen ist eine einzigartige Kopie derjenigen, die vor 2200 Jahren begraben worden sind. Eine unglaubliche Ruhe und Stille geht von ihnen aus und überträgt sich irgendwie auch auf uns. Wir müssen hier kurz innehalten.

Aber seht am besten selbst! Die Fotos vermögen auch nur einen kleinen Eindruck von der Größe und Schönheit zu verschaffen. Den Garten muss man selbst erleben …
Am Mittag steuern wir das herrliche Städtchen Óbidos an, es liegt zwischen dem Garten und der Küste, die Fahrt dorthin dauert auch nur wenige Minuten. Die weißen Häuser sind mit blühenden, rankenden Pflanzen geschmückt und die Stadtmauer, die das Städtchen umringt, ist quasi von überall zu sehen. Wir genießen das mittelalterliche und fröhliche Flair, essen köstlich zu Mittag und staunen über die vielen kleinen Läden, die hier urtypische und zumeist handgefertigte Produkte anbieten. In der Kirche auf dem „Dorfplatz“ findet sogar gerade eine Hochzeit statt.
Archibald steht ständig im Mittelpunkt, will ständig von Fremden angefasst und gestreichelt werden. Zum Glück trägt und erträgt er dies mit Fassung und Geduld. Mir geht es echt stellenweise auf die Nerven. Einfach mal schlendern und gucken ist eben nicht. Ständig steht man Rede und Antwort, weil immer irgendwer was über Archi wissen will … 

Von der Hitze doch ziemlich geschafft, schlendern wir zum Auto und fahren heimwärts in nordwestliche Richtung, an die Küste, und an ihr weiter entlang in nördliche Richtung zu unserem Urlaubshaus. In der „Lagune von Obidos“ entdecken wir Flamingos auf der Futtersuche und ein paar Meter weiter eine tolle Sandbank zwischen der Lagune und dem Atlantik. An diesem Strand könnte man, wenn man wollte, gefahrlos baden. Zum Schluss werfen wir noch einen Blick von der Küstenstraße auf Nazaré in der Ferne und den Felseingang zur Lagune „Praia de Sao Martinho do Porto“. Diese Lagune ist im Gegensatz zu unserem Strand bis auf die wirklich letzte Lücke zugebaut und hat nichts mehr von Urlaubs- und Wohlfühlatmosphäre. Die Bilder hierzu ersparen wir euch, bzw. gibt es erst gar nicht! Wir wissen nur wieder einmal mehr, alles richtig gemacht und den für uns perfekten Urlaubsort herausgesucht zu haben.

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