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Auch wir können UNESCO-Weltkulturerbe!!!

Zwei Klöster ... hier gleich ums Eck.

Ja, während das Erzgebirge erst seit kurzem zum UNESCO-Welterbe gehört, tragen diese beiden Klöster diesen Titel schon lange. Aber dazu später mehr.


Wir wissen nicht, wonach Archi heute Morgen so eifrig am Strand gebuddelt hat, aber klar ist, das jeder eben die morgendlichen Strandrunden auf seine Art genießt … 



Kurz vor Mittag starten wir unsere kleine Ausfahrt in Richtung Osten. Ganz in unserer Nähe gibt es einiges anzuschauen, darunter die beiden Klöster. Nur ca. 20 Minuten dauert die Fahrt durch das Hinterland nach Alcobasa. Hier liegt im Tal das gleichnamige Kloster, eines der schönsten und größten Klöster von Portugal. Mit dem Bau dieses gewaltigen Klosters, das seit 1989 zum Weltkulturerbe gehört, wurde 1178 begonnen. In seiner frühgotischen Kirche erinnern zwei prunkvolle Sarkophage an das historische Liebesdrama zwischen dem späteren König Pedro I. (1320 – 1367) und seiner kastilischen Geliebten Ines de Castro, die Pedros Vater ermorden ließ. Die Sarkophage stehen einander gegenüber, damit sich Ines und Pedro nach ihrer Auferstehung sofort erblicken, so die Sage.

Das ehemalige Zisterzienserkloster der Heiligen Maria von Alcobaça, ist eine der größten Klosteranlagen Portugals und mit der auch heute noch größten Kirche des Landes. Zisterziensen und Zisterziensinnen sind Mönche und Nonnen, die ein Leben des Gebets, der Lesung und der Arbeit führen wollen. Das Kloster, 1833 von den Mönchen aufgegeben, ist heute eine der attraktivsten historischen Sehenswürdigkeiten Portugals mit über 250.000 Besuchern im Jahr. Wir besichtigen die Klosterkirche getrennt, Hunde sind im Inneren nicht erlaubt. Hier vertreibt sich Hendrik gerade die Zeit mit Archi …
Die Zahl der Besucher hält sich hier und heute in Grenzen, auch das Städtchen macht einen be- aber überschaulichen Eindruck, beim Schlendern begegnen uns fast nur Einheimische. Wenige hundert Meter vom heutigen Kloster entfernt entdecken wir noch die Ruine der provisorische Abtei Santa Maria a Velha auf einem Hügel am Ufer des Flusses Alcoa.
Nochmals ca. 20 Minuten Autofahrt weiter in nordöstliche Richtung und wir erreichen die portugiesische Stadt Batalha mit dem gleichnamigen Kloster. Das Dominikanerkloster, das aus dem 14. – 16. Jahrhundert stammt, gilt als Meisterstück portugiesischer Architektur. Zum Dank für den Sieg Portugals über das Königreich Kastilien in der Schlacht von Aljubarrota errichteten vier Baumeister innerhalb von 200 Jahren dieses gigantische Bauwerk. Seit 1983 gehört es ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Recht beeindruckt schlendern wir über den großen Kloster-Platz zurück, erfreuen uns an den landestypischen, kleinen Lädchen und Archibald hat noch eine „merkwürdige Begegnung“ … 

Zurück geht es jetzt in östliche Richtung, über Nazaré, in unsere Urlaubs-Homebase. Beim Blick über Nazaré bietet sich uns noch ein besonderes Naturschauspiel, ein Teil der Küste, darunter auch unser Strand, an dem wir wohnen, ist in einer Wolkenwand verschwunden. Wir befinden uns jetzt also über den Wolken, wissen allerdings auch, dass wir da jetzt hinunter und hinein müssen und ich ahne, das unsere gestern gewaschene Wäsche nicht wirklich gut getrocknet sein wird …
Nazares NebelPanorama1b


Blogeintrag vom

Dienstag, 17. September 2019

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