Zum Hauptinhalt springen

Holzkirchen der Tatra (Rundreise 2)

Auf UNESCO Welterbe Tour

Wir wollen heute den zweiten Teil der Holzkirchen Polens und der Slowakei anschauen, zumindest einen Teil davon. Einige von Ihnen gehören ebenfalls zum UNESCO-Welterbe. Dazu verläuft unsere Tour heute in entgegengesetzter Richtung zur ersten. Reine Fahrzeit 6,5 Stunden etwa.

Früh 8.30 Uhr, sogar 1 Stunde früher als vor drei Tagen, geht es los. Es istleider nicht mehr so warm, aber das ist gerade für die zwei Fellnasen nicht von Nachteil. Wir fahren durch endlos grüne Landschaften.  Dichte Wälder, unberührte Wiesen, malerische Flussläufe, weite saftig grüne Ebenen - dass Meister Petz sich hier wohlfühlt, können wir uns lebhaft vorstellen. Klar, es gibt hier bei Weitem nicht die Infrastruktur, die wir von Deutschland oder den westlichen europäischen Ländern kennen, der viel ursprüngliche Landschaft und Natur weichen musste. Aber was uns auch auffällt, schon auf der letzten Rundfahrt, kein einziges Windrad, weder in Polen noch in der Slowakei, verschandelt das Landschaftsbild. 

Auch die Ortschaften, es sind eher die kleineren, die auf unserer Strecke liegen, überall ist es sauber, es hängen Blumentöpfe an Brückengeländern oder Straßenlaternen. Blumenarrangements zum Teil riesengroß, zum Beispiel auch in Form von Tieren, die Grünflächen, Parkanlagen, alles ist gepflegt. Es gibt keine Schmierereien, keine zerstörten Bänke - alles wirkt so friedlich, wenn man in die Hinterhöfe blickt. Die Menschen sitzen hier nach 16 Uhr mit der Familie beim Kaffee. Sie werkeln in ihren Gärtchen, an ihren Häusern, kehren sprichwörtlich vor der eigenen Haustür. Ja, und das sieht man. Es ist ein bisschen wie früher, als wir noch Kinder waren.

Und Störche, jede Menge Störche. In jedem Ort gibt es mehrere Nester, oftmals direkt an der Straße, aber alle belegt. Alle haben Jungtiere, die rund um die Uhr gefüttert werden müssen, daher sind die „Alten“ ununterbrochen unterwegs. Und kaum ist eine Wiese gemäht, sind unzählige Störche da. Auch jede Menge Reiher und viele, viele andere kleinere Vögel. Es ist traumhaft, dies alles beobachten zu können.

Vieles sehen wir spontan aus dem Auto und während der Fahrt, das lässt sich so schnell gar nicht in Bildern festhalten. In Wort und Bild festgehalten haben wir die beeindruckenden Holzkirchen, von denen wir euch jetzt berichten.

Holzkirchen im slowakischen Teil der Karpaten

Unter der Bezeichnung Holzkirchen im slowakischen Teil der Karpaten führt die UNESCO acht slowakische Holzkirchen als Weltkulturerbe.

Die Kirchen wurden zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert erbaut und gelten dem Welterbekomitee als „gutes Beispiel für eine reiche lokale Tradition religiöser Architektur an der Schnittstelle zwischen westeuropäischer und byzantinischer Kultur“. Ausgezeichnet wurden zwei römisch-katholische Kirchen, drei evangelische Kirchen, auch als Artikularkirchen bekannt, sowie drei griechisch-katholische Kirchen. Neben den acht Welterbestätten existieren in der Slowakei noch etwa 50 weitere Holzkirchen.

Holzkirchen der Karpatenregion in Polen

Im polnischen Teil der Karpaten befinden sich verschiedene Holzkirchen, darunter die orthodoxen Holzkirchen, die als "Holzkirchen der Karpatenregion" seit 2013 zum UNESCO-Welterbe gehören. Zusätzlich gibt es in Kleinpolen sechs historische römisch-katholische Holzkirchen, die ebenfalls Teil des UNESCO-Welterbes sind. Die Kirchen wurden zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert errichtet. 
Sechs römisch-katholische Holzkirchen in den Verwaltungsbezirken Karpatenvorland und Kleinpolen sind ebenfalls Teil des UNESCO-Welterbes.
Sie stellen ein Beispiel für mittelalterliche Fachwerkkirchen in der römisch-katholischen Kultur dar. 
Zusammenfassend: Die Holzkirchen im polnischen Teil der Karpaten sind ein wichtiges Zeugnis mittelalterlicher Kirchenbau-Traditionen und ein Teil des kulturellen Erbes von Polen.

Gefühlt fahren wir an 50 Holzkirchen vorbei. Die meisten von ihnen sind noch nicht einmal irgendwo aufgeführt. Um diese alle zu entdecken und zu erkunden, müsste man sicher noch mindestens einen Tag hier unterwegs sein. So gibt es von den schönsten unbekannten Holzkirchen auf der Strecke zumindest ein paar Fotos, ohne dass eine Beschreibung erfolgt.

2025-06-09 Karte Rundreise


Kirche des Heiligen Jakobs Griechisch-katholische Kirche (Powroźnik)

Die griechisch-katholische Holzkirche des Heiligen Jakobus in Powroźnik, erbaut im 17. Jahrhundert, ist ein herausragendes Beispiel traditioneller Lemken-Architektur*. Ihre charakteristischen Zwiebeltürme und der reich verzierte Innenraum prägen das Gebäude. Besonders bemerkenswert ist die kunstvoll geschnitzte und bemalte Ikonostase**, die biblische Szenen darstellt. Die Kirche, mehrfach restauriert, gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Es handelt sich um die älteste erhaltene Kirche im westlemkischen Stil. Außergewöhnlich ist zudem die Tatsache, dass sie 1813 zum Schutz vor einer herannahenden Flut als Ganzes abgebaut und an einer höher gelegenen Stelle komplett im Originalzustand wieder aufgebaut wurde. Die Kirche steht inmitten einer malerischen Landschaft. Sie ist ein bedeutendes Zeugnis der religiösen und kulturellen Geschichte der Region.

*Die Lemken sind eine russinische Volksgruppe, die traditionell im Lemkenland, im heutigen Südostpolen und der Nordostslowakei beheimatet war. Sie bewohnten die Ostkarpatengegend zwischen den Quellen der Flüsse „San“ und „Poprad“ und betrieben vorwiegend Viehzucht und Handel. Seit der Aktion Weichsel 1947, als die Mehrheit der Lemken aus dieser Region vertrieben wurde, sind zahlreiche von ihnen in anderen Regionen Polens ansässig, vor allem in der Woiwodschaft Niederschlesien.

**Bilderwand, die in orthodoxen Kirchen das Kirchenschiff vom Altarraum abgrenzt, nur zu sehen in unserer letzten Kirche dieser Tour.

Diese Kirche ist mit Ansage geschlossen, sodass wir nur von außen Aufnahmen machen können. Neben unserem eigentlichen Objekt der Begierde steht ein moderner Kirchenbau. Auf dem Weg zur nächsten Kirche fallen uns noch zwei wunderschöne Holzkirchen ins Auge, die nirgendwo benannt sind. Die Landschaft ist typisch für unsere kompletten Rundreisen mit Grün soweit das Auge reicht und viel Landwirtschaft. Das Wetter meint es hier abschnittsweise leider noch nicht so gut mit uns. Viele Wolken, kaum Sonne, ein paar Regentropfen ...

Kirche des Erzengels Michael Griechisch-katholische Kirche (Brunary)

Die dreigliedrige Pfarrkirche wurde 1797 in Blockbauweise errichtet und dient heute als römisch-katholische Maria-Himmelfahrtskirche. Sie ist ein bedeutendes Beispiel für den westlemkischen Kirchenbaustil und repräsentiert diesen mit markanten Zwiebeltürmen, die hier mit Scheinlaternen bekrönt sind und einer harmonischen, mehrschiffigen Struktur. Der reich verzierte Innenraum beherbergt eine kunstvoll gestaltete Ikonostase, die biblische Szenen und Heiligenbilder zeigt. Die Kirche wurde sorgfältig restauriert, um ihre historische Substanz zu bewahren. Sie gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und steht malerisch eingebettet in die umgebende Landschaft. Die Kirche ist ein eindrucksvolles Zeugnis der religiösen und kulturellen Geschichte der Region.

Auch hier bleibt uns der Blick ins Kircheninnere verwehrt. Aber auch nur von außen ist die Kirche ein beeindruckendes Bauwerk!
Unterwegs erhaschen wir noch eine der vielen Holzkirchen ohne Namen und ohne Beschreibung.

Orthodoxe Kirche Maria Schutz (Owczary)

Vorab:
Ein tatsächlicher Besuch dieser Kirche sollte nicht sein, das Navi hat uns aus zwei verschiedenen Richtungen in ein und dieselbe Sackgasse geführt, über die die Kirche nicht zu erreichen war ... Da sie aber nun einmal auf unserem Plan stand, haben wir die Bilder aus dem Web geklaut und trotzdem beigefügt.

Die heutige römisch-katholische Filialkirche wurde 1653 als dreigliedriger Blockbau errichtet. Im 18. und 19. Jh. erfolgten Umbauten. Die Wände und Dächer sind mit Holzschindeln gedeckt, die Türme mit Blech. Das Westportal ziert ein Sturz mit ausgeschnittenem Eselsrücken, in den das Baudatum eingeritzt ist. Kirchenschiff und Allerheiligstes werden von Zeltkuppeln überwölbt. Die gesamte Inneneinrichtung stammt aus der Zeit vom 17. bis 19. Jh., so etwa die barocke Ikonostase und die ebenfalls barocken Seitenaltäre mit Ikonen der Hl. Jungfrau Maria und des Hl. Nikolaus. Die Wände schmücken polychrome Wandmalereien aus dem 19. und der ersten Hälfte des 20. Jhs. Umgeben von einer Steinmauer ist der Kirchhof mit dem Gotteshaus und dem backsteinernen Glockenturm ein gelungenes Beispiel für eine authentische orthodoxe Kirchanlage. Die Konservierungsarbeiten an der Kirche wurden mit dem international renommierten Preis „Europa Nostra” ausgezeichnet. Die hervorragend erhaltene Kirche steht beispielhaft für den westlemkischen Kirchenbau.

Kwiatoń - Ein Ort - Zwei Kirchen

In Kwiatoń, einem kleinen Ort in der polnischen Region Karpatenvorland, befinden sich zwei bemerkenswerte Holzkirchen, die jeweils eine wichtige Rolle für die lokale griechisch-katholische Gemeinde spielen und architektonisch sowie kulturell interessant sind.

1. Kirche der Heiligen Paraskevi (Kościół św. Paraskewy) am Ortseingang

Diese kleine Holzkirche befindet sich am Ortseingang von Kwiatoń.
Die Kirche ist ein typisches Beispiel für die traditionelle Lemkische Holzbauweise, die in der Region der Karpaten verbreitet ist. Sie ist relativ klein und schlicht gehalten, mit einem charakteristischen, mehrstufigen Dachaufbau aus Holzschindeln. Die Kirche hat einen rechteckigen Grundriss mit einem kleinen, polygonalen Chorabschluss. Das Dach ist mit Holzschindeln gedeckt und weist oft mehrere Dachstufen auf, die typisch für die Lemkische Kirchenarchitektur sind. Der Glockenturm ist meist integriert oder als kleiner Dachreiter ausgeführt. Der Innenraum ist schlicht, aber liebevoll gestaltet, mit Ikonen und traditionellen liturgischen Elementen der griechisch-katholischen Kirche. Die Ausstattung ist meist aus Holz und zeigt die handwerkliche Tradition der Region. Diese Kirche dient vor allem der lokalen Gemeinde und ist ein Zeugnis der religiösen und kulturellen Identität der Lemken, einer ethnischen Gruppe in den Karpaten.

2. Große Holzkirche (Lemko Greek Catholic Church) im Ort selbst

Im Ortskern von Kwiatoń steht die größere Holzkirche, die ebenfalls der griechisch-katholischen Gemeinde dient. Diese Kirche ist deutlich größer und repräsentativer als die kleine Kirche am Ortseingang. Sie ist ebenfalls in der traditionellen Lemkischen Holzbauweise errichtet, zeigt aber eine komplexere Architektur mit mehreren Türmen und einem aufwendigeren Dachaufbau. Die Kirche hat einen mehrteiligen Grundriss mit einem größeren Kirchenschiff und einem polygonalen Chor. Charakteristisch sind die mehrstufigen, mit Holzschindeln gedeckten Dächer und die typischen Zwiebeltürme, die für die Lemkische Kirchenarchitektur kennzeichnend sind. Die Türme sind oft mit Zwiebelhauben versehen, die der Kirche ein markantes Erscheinungsbild verleihen. Der Innenraum ist großzügiger und reichhaltiger ausgestattet, mit einer umfangreichen Ikonostase (Ikonentafel), die die liturgische Bedeutung der Kirche unterstreicht. Die Holzschnitzereien und Ikonen sind kunstvoll gestaltet und spiegeln die religiöse Kunsttradition der Lemken wider. Diese größere Kirche ist ein kulturelles und spirituelles Zentrum für die Gemeinde in Kwiatoń und ein bedeutendes Beispiel für die Holzarchitektur der Lemken. Sie ist auch ein touristisch interessantes Denkmal, das die Geschichte und Kultur der griechisch-katholischen Bevölkerung in der Region dokumentiert.

Die kleine Kirche der Heiligen Paraskevi am Ortseingang ist eine schlichte, traditionelle Holzkirche, die die lokale Lemkische Bauweise und religiöse Praxis repräsentiert.
Die große Lemkische Holzkirche im Ortskern ist architektonisch aufwendiger, größer und dient als wichtiges religiöses und kulturelles Zentrum der griechisch-katholischen Gemeinde in Kwiatoń.
Beide Kirchen sind wertvolle Zeugnisse der Holzbaukunst und der religiösen Traditionen der Lemken in den polnischen Karpaten.

Es gibt auch durchaus komische Menschen hier. Die Fellnasen posieren weiter artig vor der Kirchentür, damit der fremde Mann auch noch in Ruhe Fotos von ihnen machen kann, und nein, der ist nicht allein unterwegs, sondern drei Bierflaschen leisten ihm Gesellschaft. Schon komisch, oder?
Unterwegs fällt uns wieder eine Kirche ins Auge, diesmal ein kombinierter Bau, also nicht nur aus Holz. Besonders auffällig das separat stehende Geläut, welches von Hand bedient werden muss ... 
Jetzt haben wir uns aber erst einmal etwas zur Stärkung verdient. Bis zur nächsten Kirche ist eine ganze Strecke und an dieser liegt ein vielversprechendes Restaurant, zumindest was die Bewertung betrifft. Und so ist es auch. Die Ranch "Ranč Regetovka "mit allerlei Getier, Möglichkeiten zur Übernachtung und eben zum Essen, supernetter Bedienung, einem tollen Ambiente. Wir speisen hervorragend und sehr preiswert und können gestärkt weiterfahren.

Kirche des Hl. Nikolaus (Bodružal)

Die eigentliche Kirche steht in einem Areal, das durch eine Holzumfriedung mit Schindeldach und einem Eingangstor abgegrenzt ist.  Doch auch die kleine Kirche nebenan mit der wundervollen goldenen Zwiebeltürmchen und das  schöne Gelände haben es uns angetan.

Die Kirche "St. Nicolaus" wurde 1658 gebaut und ist eine von ältesten noch bestehenden Holzkirchen in der Slowakei. Es handelt sich um ein dreiteiliges Blockhaus mit von Ost nach West sich erhöhenden drei Türmen, das aus einem Altarraum, dem Schiff und dem Vorraum unter dem Hauptturm besteht. Das Schindeldach ist über dem Altarraum und dem Schiff durch quadratische Konstruktionen gegliedert, auf denen Kegelpyramiden mit reichlich geschmückten Kreuzen stehen. Im Hauptturm befinden sich drei Glocken, die älteste stammt aus dem Jahr 1759. Das Areal ist durch eine Holzumfriedung mit Schindeldach und einem Eingangstor abgegrenzt.
Seit 2008 ist die Kirche Teil des UNESCO-Welterbes: „Holzkirchen im slowakischen Teil der Karpaten“.

Kirche des Hl. Erzengels Michael (Ladomirová)

Die griechisch-katholische Holzkirche wurde 1742 gebaut. Im Zweiten Weltkrieg wurden das Kirchengebäude sowie einige Ikonen aus der Ikonostase beträchtlich beschädigt. Die Schäden wurden 1946 behoben, aber ein Gewitter im Jahr 1957 machte eine erneute Renovierung ein Jahr später erforderlich. Vom Bau her handelt es sich um ein dreiteiliges Blockhaus mit drei Räumen und drei Türmen mit je einem zwiebelförmigen Aufbau und einem Kreuz.
Die Ikonostase aus der Mitte des 18. Jahrhunderts hat fünf Reihen, die Hauptreihe enthält Ikonen des heiligen Bischofs Nikolaus, der heiligen Gottesmutter, von Christus als Pantokrator und des Kirchenpatrons Erzengels Michael. In der zweiten Reihe sind die zwölf Hauptfeste der Orthodoxie und das letzte Abendmahl in der Mitte dargestellt. In der dritten Reihe sind die heiligen Apostel abgebildet, geteilt durch die mittige Ikone von Christus als Hohepriester. In der vierten Reihe befinden sich sechs Medaillons mit je zwei Abbildungen von Propheten aus dem Alten Testament und die Ikone Christus am Kreuz. Die fünfte Reihe hat zwei große Ikonen (Auferstandener Christus unter der ersten Hauptikone und Kaiserin Helena und Kaiser Konstantin mit dem Kreuz unter der vierten Hauptikone) sowie Abbildungen von Cherubinen unter den zweiten und dritten Ikonen. Die Ikonostase wurde 1996–2006 stufenweise restauriert.
Neben der Kirche steht ein hölzerner Glockenturm. Er hat ein durch Bretter gedecktes Pyramidendach. Ursprünglich befanden sich hier vier Glocken, eine sogar aus dem Jahr 1742, jetzt findet man dort nur noch drei.
Seit 2008 ist die Kirche Teil des UNESCO-Welterbes: „Holzkirchen im slowakischen Teil der Karpaten“.

Hier haben wir das große Glück, dass die Kirche offen ist und wir sogar eine Führung in deutscher Sprache (Tonband) erhalten. Das Innere ist sehr beeindruckend, nie zuvor haben wir solch eine Kirche gesehen.
Unsere Fellnasen müssen derweil draußen an der Kirchenumzäunung angebunden ausharren, was besonders Archibald missfällt, der dies mit lautstarkem Gejammer unterstreicht.

Kirche des Hl. Franz von Assisi (Hervartov)

Die römisch-katholische Holzkirche wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts gebaut. Sie ist die älteste Holzkirche der Slowakei mit einem Steinboden und ist im Äußeren fast unverändert erhalten. Als Baumaterial wurden Bretter aus Eiben und Lärchen verwendet, nur die Balken sind nach Renovierungsarbeiten aus Eichenholz hergestellt. Das Dach ist mit manuell gefertigten Holzschindeln gedeckt.
Im Inneren besteht die Franziskuskirche aus einem polygonalen Presbyterium, einer kleinen Sakristei, einem rechteckigen Schiff und dem Turm, dessen unterer Teil den Vorraum bildet. Im Gegensatz zum Äußeren wurde die innere Gestaltung mehrfach geändert, insbesondere in der Zeit der Reformation, als ursprüngliche Fresken und Bilder im Sinne des evangelischen Glaubens neu gemalt wurden. Im 18. Jahrhundert verlief die Rekatholisierung mit einer neuen barocken Gestaltung des Inneren. Zuletzt wurde die Kirche 1976 und in den frühen 1990er Jahren restauriert.
Seit 2008 ist die Kirche Teil des UNESCO-Welterbes: „Holzkirchen im slowakischen Teil der Karpaten“.

Reinschauen konnten wir leider nicht, weil gerade ein Gottesdienst abgehalten und nach draußen übertragen wurde. So konnten wir sogar den Gesängen und Gebeten lauschen ...

nach oben
Kommentare schreiben und lesen

Um Kommentare schreiben und lesen zu können, müsst Ihr eingeloggt sein.
Meldet Euch hier an: